Was wäre ich ohne dich

Guillaume Musso

Ich habe immer auf eine Wendung im Roman gewartet, die der Geschichte einen Sinn gibt – leider vergeblich. Aber die Ortsbeschreibungen sind toll.

Mitte der 1990iger Jahre verbringt Martin seine Semesterferien in den USA, um sein Englisch zu verbessern. Der junge Mann stammt aus Frankreich und wuchs in sozial schwachen Verhältnissen auf. Bei einem seiner zahlreichen Jobs lernt er in San Francisco Gabrielle kennen und lieben. Doch Martin muss zurück nach Frankreich. Über zehn Jahre später verfolgt Martin als Polizist einen Meisterdieb. Er verfolgt ihn bis San Francisco, die Stadt, in der auch Gabrielle immer noch lebt. Ist das alles nur Zufall?

Gleich zu Beginn möchte ich erwähnen, dass mich die meisten Romane von Musso begeistert haben. Doch auch schon „Das Atelier in Paris“ hat mich nur bedingt überzeugt. Daher war ich gespannt auf diesen Roman, der schon 2009 in Frankreich erschienen ist und erst vor knapp einer Woche in Deutschland.

Der Beginn der Geschichte ist vielversprechend. Martin, ein französischer Polizist, jagt einen Meisterdieb. Leider wird ganz schnell klar, dass die Geschichte sich in Kleinigkeiten verliert, keine Tiefe besitzt, Handlungen wahllos aneinandergereiht werden. Es fehlt die Spannung. Die Geschichte ist durchschaubar und beliebig erzählt. Ganz absurd wird es im letzten Drittel. Ich habe ernsthaft überlegt, das Buch nicht weiter zu lesen – Zeitverschwendung. Dennoch habe ich bis zum Ende durchgehalten und ich kann nun behaupten: Das hat sich nicht gelohnt! Ich kann nicht mal sagen, dass es wenigstens eine schöne Liebesgeschichte war.

Ich bin maßlos enttäuscht und hoffe, dass der Autor zu seiner Art fesselnde Geschichten zu erzählen zurückfindet.

 

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