Schullektüre Teil I

Schullektüre, welche ich während der Schulzeit gelesen habe
Cover Schullektüre Teil I

Die Erinnerung an den Deutschunterricht zur Schulzeit löst bei vielen ehemaligen Schülern eher einen genervten Seufzer aus als das ein freudiges Lächeln übers Gesicht huscht. Neben Diktaten und Grammatik ist ab den höheren Schulklassen eine jährliche Schullektüre Pflicht.

Ich hatte tatsächlich das große Glück während meiner Schulzeit durchweg fantastische Deutschlehrer zu haben, denen auch die Meinung ihrer Schüler wichtig war. So konnte wir ein wenig mitbestimmen, welche Lektüre im Unterricht durchgenommen werden sollte.

Wenn ich mir die Bücher heute so anschaue, na ja, manchmal muss mir auch langweilig gewesen sein. Denn ich war sowohl im Innenteil als auch auf den Covern zeichnerisch sehr kreativ unterwegs. Eines dieser Bücher ist sogar bis heute eines meiner Lieblingsromane. „Er hieß Jan“ von der Autorin Irina Korschunow. Es handelt von der 17jährigen Regine, die eine glühende Verehrerin der Nationalsozialisten ist. Bis zu dem Tag als sie den polnischen Zwangsarbeiter Jan kennenlernt. Es ist eine eindringliche Geschichte, an deren Ende dennoch Hoffnung steht. Ich habe dieses Büchlein (meine Ausgabe ist vom dtv Verlag, 1993 und hat 117 Seiten) öfters gelesen und jedes Mal packt mich die Erzählung aufs Neue. https://lesepartie.de/erstes-mal-zweites-mal/

Dieser Jugendroman ist heute noch erhältlich, als Taschenbuch, als e-book oder als Hörbuch. Und diese Werbung mache ich unentgeltlich, doch mit voller Überzeugung, für diesen zeitlosen und wichtigen Roman.

Selbstverständlich sind da noch die Klassiker, die gelesen werden müssen. Dürrenmatt, Zweig, Schiller (zu Goethe habe ich nur verschiedene Gedichte im Unterricht durchgenommen). Im Fach Englisch habe ich „Dead Poets Society“ gelesen. Der Film „Club der Toten Dichter“ mit Robin Williams und Ethan Hawke war in den 90igern sehr beliebt, auch bei Lehrern. Die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten, ist empfehlenswert. Manche Dinge bekommen mit einem anderen Blickwinkel auch eine andere Bedeutung. Sich einfach mal auf den Tisch stellen oder auf den Boden setzen kann helfen, seine Sicht der Dinge zu ändern. Ein ganz wunderbarer Roman darüber, wie Literatur das Leben beeinflussen und den Horizont erweitern kann.

Die Erzählung von Stefan Zweig ist ebenfalls bis heute ein großer Roman und ebenso zeitlos. Eine psychologische Studie über Wahn und Können. Eine hervorragende Erzählung.

Vielmehr muss ich wohl zu Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ auch nicht schreiben. Zahlreich verfilmt und immer noch ein Dauerbrenner auf den Theaterbühnen. Ein Stück über Rachsucht, Gier und menschliche Schwäche. Vor allem über die menschliche Breitschaft, unmenschliches zu akzeptieren. Der Zweck heiligt die Mittel.

Teil II folgt….

Links zu den vorgestellten Büchern (unbezahlte Werbung)

Er hieß Jan: https://www.dtv.de/buch/irina-korschunow-er-hiess-jan-78284/

Besuch der alten Dame: https://www.frustfrei-lernen.de/deutsch/der-besuch-der-alten-dame-duerrenmatt.html

Die Schachnovelle: https://www.buecher.de/shop/wien/schachnovelle/zweig-stefan/products_products/detail/prod_id/00836545/

Dead poets society: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/sonstige-belletristik/der-club-der-toten-dichter/id_3222022

Teil II: https://www.lesepartie.de/schullektuere-teil-ii

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