Im Freibad

Libby Page
Im Freibad

Zwei Frauen, zwei Generationen, eine Freundschaft, ein Ziel; das Freibad retten. Um sich freizuschwimmen, braucht es manchmal den Mut für einen kleinen Schritt. Die perfekte Lektüre fürs Freibad!

Seit drei Jahren wohnt Kate nun in einer WG im Londoner Stadtteil Brixton. Als junge Journalistin arbeitet sie bei der lokalen Zeitung und verfasst meist kurze, unbedeutende Artikel für die letzte Seite.

Als die Stadtverwaltung ankündigt, aufgrund der schlechten, finanziellen Lage das Freibad zu schließen und das Grundstück an eine Immobilienfirma zu verkaufen, bekommt Kate die langersehnte Chance auf einen großen Artikel. Gleich zu Beginn ihrer Recherchen trifft sie auf Rosemary. Rosemary ist mit dem Freibad verwachsen, denn sie schwimmt seit der Eröffnung 1937 fast täglich in diesem Freibad. Dort schwamm sie während des Krieges, dort verbrachte sie viel Zeit mit ihrem Mann George, dort ist Rosemary zu Hause.

Zwischen diesen unterschiedlichen Frauen, die das Freibad zusammengebracht hat, entsteht eine wahre Freundschaft. Für Kate ist es die Rettung aus ihrer Einsamkeit, welche sie seit ihrer Ankunft in London umgibt. Beide kämpfen für den Erhalt des Freibades und sie bekommen Unterstützung von Freunden und Schwimmern. Wird es reichen, um die kommunale Verwaltung umzustimmen oder ist es ein Kampf gegen Windmühlen?

Libby Page beschreibt etwas, von dem jeder schon einmal mehr oder weniger betroffen war. Der Lieblingsladen, der schließt, das Schwimmbad, das sich nicht mehr trägt, das Kulturzentrum, für das kein Geld mehr übrig ist, die Liste ist endlos. Jede Stadt und jedes Dorf unterliegt dem Wandel.

Diesen Umstand greift die Autorin auf und entwickelt drum herum eine Geschichte zweier, sympathischer Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die sich nicht nur wegen des Bades miteinander verbunden fühlen. Ihre Freundschaft macht sie stark, um zusammen gegen die Schließung des Freibades vorzugehen.

Rosemary verbinden ihre Erinnerungen mit dem Freibad, für Kate ist es die Chance ihrem Leben eine Wendung zu geben, sich freizuschwimmen. Die Geschichte bewegt, denn sie erzählt vom Wandel und von den Dingen, die es wert sind, an ihnen festzuhalten. Ein unterhaltsamer Roman für die sonnigen Tage im Freibad, das man nach der Lektüre vielleicht mit anderen Augen sieht.

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