Das Geheimnis des Winterhauses

Sarah Lark
Das Geheimnis des Winterhauses

Sarah Lark

Als ihre Cousine und beste Freundin Klara erkrankt, ist es für Ellinor selbstverständlich sich als Spender für eine neue Niere testen zu lassen. Sie ahnt nicht, dass sie mit ihrer Entscheidung zu helfen, ein gut gehütetes Familiengeheimnis aufdeckt. Als sie mit den Nachforschungen zur wahren Geschichte ihrer Ahnen beginnt, kann sie nicht absehen, dass sich ihr Leben dabei grundlegen verändern wird.

Ellinor reist von ihrer Heimatstadt Wien nach Dalmatien, an den Ort, aus dem ihre Urgroßeltern stammen. Dort begibt sie sich auf Spurensuche nach ihren Vorfahren. Ihre Suche führt Ellinor von Dalmatien weiter nach Neuseeland. Ihr Urgroßvater, Frano Zima,  folgte um die Jahrhundertwende dem Versprechen auf ein besseres Leben als Gumdigger in Neuseeland. Als sie mit ihrem Mann in Neuseeland ankommt, lernt sie ihre dort ansässige Verwandtschaft kennen. Stück für Stück trägt sie die einzelnen Puzzleteile zusammen und erfährt dadurch viel über das Leben ihres Urgroßvaters. Ellinor offenbart sich eine Vergangenheit voller Hoffnungen, Lebenslügen und enttäuschter Liebe, die sie bishin zu einem der spektakulärsten Fälle der neuseeländischen Kriminalgeschichte führt.

Allerdings stellt Ellinors Neugier auf das Leben ihrer Ahnen ihre Ehe mit dem Künstler Gernot auf eine harte Probe. Durch ihre Reise ergründet Ellinor vieles über ihre familären Wurzeln und es verändert das Leben der Mittdreißigerin von Grund auf.

Ellinor, die Protagonistin des Romans „Das Geheimnis des Winterhauses“, ist dem Leser mit ihrer offenen, klugen Art gleich sympathisch. Dass sie sich sofort auf die Suche macht, um das Geheimnis zu erkunden, ist nachvollziehbar und verständlich. Jeder ihrer Schritte nimmt den Leser mit an eindrucksvolle Orte und lässt ihn zeitweise am Leben des letzten Jahrhunderts teilhaben. Die vielen Facetten der Geschichte bleiben bis zum Schluss spannend. In manchen Momenten war ich als Leser selbst nicht sicher, wie es weitergeht und was ich wirklich von den verschiedenen Puzzleteilen halten soll.

Die Figur des Ehemanns Gernot hätte mehrere Graustufen vertragen können. Meiner Meinung nach ist die Figur von Beginn an zu einseitig dargestellt. Ein weiterer Kritikpunkt ist das sich überschlagende Ende, das für mich zu sehr auf „Alles-wird-gut“ getrimmt wurde. Alles in allem ist Sarah Larks neuer Roman ein wunderbar erzählter Roman, dessen Geschichte nachdenklich stimmt. Ich konnte ihn jedenfalls kaum aus der Hand legen, aus lauter Neugier, was Ellinor als nächstes entdeckt.

 

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