Bezahlter Blogbeitrag

Wenn man den Blogbeitrag in Auftrag gibt

Seiten im Internet

Auf einschlägigen Seiten im Internet, von denen ich hier keine direkt nennen möchte, gibt es zahlreiche Anzeigen, in denen nach Textern gesucht wird, die Blogbeiträge schreiben. Das bezieht sich in wenigen Fällen auf Unternehmen, die keinerlei Kapazität dafür frei haben und deshalb nach Freiberuflern suchen, die den Firmenblog auf dem Laufenden halten. Zu meiner Verwunderung suchen auch ganz normale Blogger nach Leuten, die sich um ihren Blog kümmern.

Mein Blog, bleibt mein Blog

Ja, okay, so eine Webseite inklusive Webspace Paket gibt’s nicht umsonst und es ist ratsam regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen, um die Seite am Leben zu halten – keine Frage. Dennoch sollte man als Blogger seine Beiträge selber verfassen. Denke ich jedenfalls. Damit meine ich keine Blogs, die von vorneherein darauf ausgelegt sind Gastbeiträge zu veröffentlichen, sondern so stinknormale Blogs, wie meinen. Jeder Leser kann bei mir davon ausgehen, dass ich die Bücher, zu denen ich Rezensionen veröffentliche, selber gelesen habe. Es ist meine subjektive Meinung, meine eigene Einschätzung die dort erscheint, weil es mein Blog ist. Dieser Blog ist mein Hobby. Deshalb habe ich ihn ins Leben gerufen, weil ich mich mit anderen Buchliebhabern austauschen wollte.

Nach zwei Jahren ist dies gelungen. Ich habe Autoren kennengelernt und andere Buchblogger. Vor allem geschah das über die sozialen Medien, in erster Linie „Instagram“. Ich versuche zudem regelmäßig Blogbeiträge, wie diesen hier zu veröffentlichen. Dabei käme ich nie auf die Idee andere für einen solchen Beitrag zu bezahlen. Deshalb wundern mich diese Anzeige immer wieder auf’s Neue, denn ich habe Spaß daran, diese Zeilen zu verfassen und mich mitzuteilen. Auf genau diesem Grund habe ich meinen Blog! Weil ich Freude daran habe die Webseite mit Inhalt zu füllen, der mir wichtig ist.

Ich pflege diesen Blog 100%!

Ausleihfrist…wie es ausging

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich davon berichtet, dass meine Ausleihfrist für das e-book „Nachtleuchten“ abgelaufen war, ich allerdings trotzdem weiterlesen konnte. Zu meiner Überraschung es hat tasächlich ein paar Tage angehalten, dann war es von meinem Reader verschwunden.

Ich habe es sofort ein weiteres Mal ausgeliehen. Leider konnte ich die Leihfrist nicht verlängern, sondern musste neu ausleihen. Nun habe ich noch ca. 130 Seiten vor mir. Ich möchte meiner Rezension zwar nicht vorgreifen, dennoch muss ich ehrlich sagen, ich bin froh, wenn ich es beendet habe. Es zieht sich zeitweise wie Kaugummi.

Danach werde ich mal zu einer leichteren Lektüre übergehen.

Ausleihfrist

Wenn die Frist abläuft, aber das Buch noch auf dem Reader ist

Dieses Jahr war die Autorin María C. Barbetta zu Gast bei den Bielefelder Literaturtagen (https://lesepartie.de/wir-lesen-laut/). Geboren und aufgewachsen in einem Außenbezirk von Buenos Aires, führte ein Stipendium sie nach Berlin. Seit 2005 ist sie als freie Autorin tätig. Anstatt auf ihrer Muttersprache Spanisch zu schreiben, entschied sie sich ihre Romane in der deutschen Sprache zu verfassen.

Der sehr lebendige, literarische Abend mit María C. Barbetta erinnerte mich daran, dass ihr Roman „Nachtleuchten“ noch auf meiner Liste der zu lesen wollenden Bücher steht. Bevor diese Erkenntnis wieder im allgemeinen Leseralltag untergeht, schaute ich auf meinem Ebook Reader nach, ob der Roman in der Online Ausleihe verfügbar ist.

Wie ich schon in einem meiner Beiträge im vergangenen Jahr berichtete, leihe ich gerne über die online Ausleihe Bücher aus. Zwar ist es schön, Bücher zu besitzen, dennoch versuche ich die richtige Balance zwischen Kaufen und Leihen zu finden. (https://lesepartie.de/buch-vs-ebook-reader/)

Jedenfalls war der Roman „Nachtleuchten“ zu dem Zeitpunkt ausgeliehen, sodass ich mich vormerkte. Anfang November sollte der Titel wieder freigeschaltet sein. Zu dem Zeitpunkt las ich Nora Bossongs „Schutzzone“. Kein Roman, den ich mal eben so weglesen konnte. Dafür ist das Thema zu komplex. Auch konnte ich selten mehr als drei oder vier Kapitel am Stück lesen, da ich mich sehr auf die Geschichte konzentrierte. So verstrich meine Ausleihzeit von 21 Tagen. Als ich mich dann endlich „Nachtleuchten“ widmen konnte, hatte ich noch eine Frist von 6 Tagen.

Ich begann zu lesen und dachte mir, wenn ich es nicht schaffe, leihe ich es eben nochmal. Am Freitagabend lief die Ausleihfrist ab und was geschah? Nichts. Ich kann immer noch weiterlesen. Allerdings traue ich mich nicht ins Menü zu gehen oder mehr zu tun als mich Seite für Seite vor zu wagen. Doch bis jetzt, ist das Buch noch auf meinem Reader. Ich hoffe, es wird die nächsten 250 Seiten noch bleiben, dann ist die Geschichte zu Ende.

Wie mir der Roman gefallen hat, werde ich hier auf dem Blog berichten!

FBM 2019/2

Mein zweiter Tag auf der Frankfurter Buchmesse 2019

Samstagmorgens ist schon bei der Anreise zu merken, dass es heute deutlich voller wird. Viele Busunternehmen haben Buchbegeisterte aus allen Teilen der Republik nach Frankfurt gebracht. Dementsprechend gestaltet sich auch der Einlass. Gerade der Einlass in Halle 3, an welcher der Shuttlebus vom Parkhaus hält, ist stark frequentiert. Das Taschen kontrolliert werden, ist sinnvoll, dennoch sollte die Messe den Einlass an den besucherstärksten Tagen besser organisieren.

Die Gänge sind voller Menschen, meist kommt man nur sehr langsam voran, immer wieder gerät der Menschenstrom ins Stocken.

Mein erstes Ziel ist wieder die ARD Bühne, auf der Denis Scheck der in einer Ausgabe „druckfrisch“ seine Favoriten auf der Bühne vorstellt.Sein Plädoyer für die Lyrik kann ich nur unterschreiben. Ein Gedicht zu lesen kostet nur wenige Minuten und eröffnet oftmals einen neuen Blickwinkel auf gewohnte Begebenheiten.

Welche Tatsache mich dann doch erschreckt ist, dass an die 700 Literaturpreise jährlich allein nur in Deutschland vergeben werden. 700 ist eine stolze Zahl. Da kommt mir ein Interview in den Sinn, welches Elke Heidenreich kürzlich gegeben hat. In dem sagt sie sinngemäß, dass sie wenig von diesen Preisen hält, weil sie es nicht gerecht findet Bücher gegeneinander antreten zu lassen. Nach einigem Nachdenken, stimme ich ihr zu. Eine Romanerzählung löst in jedem Leser etwas anderes aus.

Bei meinen Streifzug durch die Hallen entdecke ich die wunderbarsten Kostüme. Wieder sind viele junge Leute unter den Besuchern, die sich große Mühe gegeben haben. Es ist faszinierend wie viel Sorgfalt und Liebe in die kleinsten Details gelegt werden. Vielen Dank an alle, die sich solche Mühe geben und Messetage bunt machen.

Mein absoluter Favorit unter den Messeständen ist der Stand vom „keinundaber Verlag“. Ein Quader mit Wänden aus Büchern. Wenn der Besucher hineingeht, befindet er sich im Inneren, vor ihm eine Leinwand auf der Buchcover abgebildet sind, die sich immer wieder neu zusammenstellen bis eines aufblinkt. Dies muss man dann berühren, die anderen Cover verschwinden und man bekommt auf der Leinwand visuell vorgeführt, was gerade vorgelesen wird. Ich bin immer noch begeistert von dieser Idee. Es war eine Oase in all dem Trubel.

Ein weiteres Autorengespräch, welches ich verfolgte, führte Katharina Gerlach mit Norbert Scheuer über seinen Roman „Winterbienen“. Am Vorabend wurde dieser Roman anscheinend ziemlich im Literarischen Quartett zerrissen. Für mich unverständlich. Vor allem, wenn in Bezug auf das Buch Begriffe wie „völkisch“ fallen. Solche Aussagen sind in diesen Zeiten mehr als überflüssig und meiner Meinung nach unverantwortlich. Allerdings bin ich kein großer Fan des Formats, weil die Moderation hölzern ist und die Gespräche überheblich daherkommen.

Zum Glück nimmt der Autor die Kritik nicht zu ernst. Im Interview erklärt er, wie genau die Flüchtlingstransporte in den Bienenstöcken funktioniert haben. Allein auf diese Idee zu kommen, ist unglaublich.

Auf dem Blauen Sofa höre ich mir die Gespräche mit dem Autor Stewart O’Nan an, der über sein Buch „Henry persönlich“ spricht. Im Anschluss findet ein Gespräch mit John Strelecky statt, der mit seiner Trilogie über das Café am Rande der Welt einen großen Erfolg feiert. Auf dem Sofa sitzt ein entspannter Typ mit Hut. Er scheint wirklich sein Rezept für ein ausgeglichenes Leben gefunden zu haben.

Kurz bevor die Messe ihre Tore für diesen Tag schließt, fahre ich wieder zurück. Ich bin ziemlich kaputt und voll von den ganzen Eindrücken. Ich freue mich auf mein Hotel.

Es waren zwei interessante Tage, an denen ich viel gesehen, gehört habe und viele Begegnungen hatte. Am meisten erstaunen mich die Arbeitsweisen der Autoren und ihr Verhältnis zu ihren Figuren. Darüber habe ich in den zwei Tagen einiges erfahren können.

Links zum Thema:

https://www.lesepartie.de/fbm-2019-1

https://www.buchmesse.de

FBM 2019/1

Erster Tag auf der #fbm

Meine persönliche Buchmesse startet am Freitags. Der Shuttelbus vom Parkhaus zur Messe ist nur halbvoll, auch den Eingang der Halle 3 passiere ich zügig, soweit verläuft meine Ankunft entspannt.

Doch sobald ich einen Fuß in die Halle setze, sind sie da zahlreiche Buchliebhaber und Lesefreudige. Ich schlendere erst einmal in aller Ruhe durch die Gänge der Halle 3.0. Hier befinden sich die Stände von den Verlagen Carlsen, Arena, Coppenrath, Ullstein (die unverwechselbare Eule ist ein sehr beliebtes Fotomotiv), diogenes, alle Verlage der Random Gruppe, Piper, Hanser, Bastei Lübbe, dtv und und und und. So viele Bücher!

Die Vorwärts, Zeitung der SPD, hat einen eigenen Stand und sehr interessante Gesprächsgäste. Den ersten Talk, den ich verfolge, handelt über den Roman „“Schutzzone“ (zu finden auch auf der Shortlist 2019 des Deutschen Buchpreises) mit der Autorin Nora Bossong. Die Moderatorin Katharina Gerlach diskutiert mit Nora Bossong über die Arbeit der Vereinten Nationen, deren Arbeit von allen Mitgliedsstaaten finanziert wird und mittlerweile die Gelder für Hilfsprojekte knapp werden.

Der Roman habe ich gerade zu lesen begonnen. Es wird also demnächst eine Rezension von mir hier erscheinen. Die Autorin ist sehr sympathisch und konnte im Gespräch überzeugen.

Nach einer Kaffeepause in der Sonne, die sich hinter den Wolken hervor gekämpft hat, im Innenhof „Agora“, gehe ich hinüber in Halle 5 zur ARD. Dort folge ich den Gesprächen mit Bela B. Felsenheimer und Sascha Lobo. Sascha Lobos neues Sachbuch beschäftigt sich mit dem Realitätsschock, in dem wir uns befinden. Nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kalten Krieges fühlten wir uns sicher. Nun geben sich eine Vielzahl anderer Problemherde zu erkennen plus die Überforderung durch die Digitalisierung. Lobos Ansatz ist sicher eine Überlegung wert.

Die Plaza „Agora“ bietet neben zahlreichen Speise- und Getränkeständen auch übereinander gestapelte Container, in denen man einiges über den Herstellungsprozess eines Buches erfahren kann. Der Frankfurter Pavillon in der Mitte versammelt meist eine Schlange vor dem Eingang. Ebenso bilden sich lange Schlange vor den Signierboxen, in denen Autoren ihre Bücher signieren. Mir gefällt besonders der aufgeblasene Asterix!

Für ein weiteres Gespräch über ein Buch, das auf der Longlist des Deutschen Buchpreises steht, kehre ich zurück zum vorwärts Stand. Karen Köhler spricht über „Miroloi“. Ein Buch das viel zu sagen hat über frei sein, über Gesellschaftsformen und so vieles mehr. Fazit am Ende: Es ist kein Frauenbuch, es ist Gesellschaftskritik.

Nach zahlreichen ersten Eindrücken und ein Foto der Ullstein Eule verlasse ich die Messe kurz vor Schluss. Ich freue mich auf mein Hotelzimmer und auf ein Abendessen. Danach werde ich früh schlafen, denn nach dem Messetag ist vor dem Messetag!

https://www.buchmesse.de

www.instagram.com/lesepartie_lit.blog

Lesung: Und jeden Morgen das Meer

WIR LESEN LAUT! 24. Literaturtage Bielefeld

Teil 3

Mein dritter Besuch bei den Literaturtagen. Wieder waren die Stuhlreihen vor der Lesebühne gut gefüllt. Zu Gast am gestrigen Abend war Karl – Heinz Ott mit seinem Roman „Und jeden Morgen das Meer“.

Die Protagonistin eine sechzigjährige Frau, die Jahrzehnte lang mit ihrem Mann ein bekanntes Restaurant am Bodensee führte. Nach dem Tod ihres Mannes bleibt sie mit einem Haufen Schulden zurück. Ein beruflicher Neuanfang in diesem Alter scheint kaum möglich. Sie flieht nach Wales in ein mehr schlecht als recht laufendes Hotel an der Küste. In Rückblicken erinnert sie sich an ihr Leben und steht jeden Morgen an den Klippen, nah am Meer.

Karl-Heinz Ott steht am Lesepult und liest Passagen dieser Geschichte, die so viel Lebensweisheit und Poesie ausstrahlt. Die Besucher lauschen seiner Stimme, die mal gewaltig wie das unbezähmbare Meer, mal ruhig wie der Bodensee den Raum erfüllt. Jeder spürt, dass dem Autor die Figur ans Herz gewachsen ist. Im späteren Gespräch mit Angelika Teller erzählt Karl-Heinz Ott, wie ihm die Idee über den Weg gelaufen ist. Auf seinen Lesereise machte er immer Station in einer bestimmten Buchhandlung und wohnte dann jeden Mal in einem bestimmten Hotel. Als er plötzlich woanders einquartiert wurde, fragte er nach dem Grund. Der Mann der Besitzerin war verstorben und aufgrund der Schulden konnte die Frau allein es nicht mehr weiterführen.

Der Roman entfaltet eine poetische Kraft, das ist aus den wenigen Passagen gestern Abend deutlich herauszuhören gewesen. Es war eine wunderbare Lesung. Über den Roman werde ich sicher berichten, denn ich habe vor ihn bald zu lesen!

Die musikalische Untermalung kam diesmal von Valentin Katter und Alexander Lipan.

Links zu den Literaturtagen Bielefeld:

https://stadtbibliothek-bielefeld.de/open/Aktuelles/Veranstaltungsreihen http:// https://lesepartie.de/lieber-woanders/ https://lesepartie.de/wir-lesen-laut

Lieber woanders

WIR LESEN LAUT! 24. Literaturtage Bielefeld

Teil 2

Am Freitag besuchte ich dann meine zweite Veranstaltung der diesjährigen Literaturtage. Diesmal zu Gast die Autorin Marion Brasch, die ihren Roman, oder wie sie ihr Buch lieber benennen würde, ihre Novelle „Lieber woanders“.

Die Novelle handelt von der jungen Toni, die manch Leser aus dem vorherigen Roman „ Wunderlich fährt nach Norden“ schon kennt. Die zweite Hauptfigur ist der Roadie Alex. Beide tragen eine Last mit sich herum. Beide kennen sich nicht, doch, so verrät die Autorin, werden sie aufeinandertreffen. Die Novelle bewegt sich in einem 24 Stunden Rahmen.

Unterhaltsam liest und erzählt Marion Brasch aus und von ihrem Roman. Offen bekennt sie ihre Liebe zu den Figuren und zu ihren Lebenslasten, die sie mit sich herumtragen ohne die Hoffnung diese tatsächlich einmal los werden zu können.

Wunderbar leise und melancholisch kommen die gelesenen Passagen daher, sodass ich am Ende des Abends eine genaue Vorstellung von Toni und Alex habe. Und ich will die beiden unbedingt kennen lernen.

Für die musikalische Begleitung an diesem Abend sorgten Nils Rabente ich Kevin Hemkemeier an Bass und Klavier.

Links zu den Literaturtagen:

https://stadtbibliothek-bielefeld.de/OPEN/Portals/0/PDF/Programm_Literaturtage/2019_Literaturtage_Bielefeld_Programm.pdf

https://stadtbibliothek-bielefeld.de/open/Aktuelles/Veranstaltungsreihen

https://www.literaturlandwestfalen.de/veranstaltungsort/literaturtage-bielefeld/

WIR LESEN LAUT!

24. Literaturtage Bielefeld

Teil 1

WIR LESEN LAUT!

Unter diesem Motto starteten am 01. Oktober die 24. Literaturtage in Bielefeld. Den ganzen Oktober finden in der Stadtbibliothek Lesungen und Gespräche mit bekannten Autoren statt.

Für viel Furore sorgte am Mittwochabend die Lesung von Olga Tokarczuk. Wann hat man schon mal eine frisch gebackene Literatur Nobelpreisträgerin zu Gast?! Der Andrang war sehr groß. Für die Lesung hatte ich vorab keine Karte besorgt und als ich den riesigen Andrang über die sozialen Medien verfolgte, bin ich lieber zu Hause geblieben. Für die Bielefelder Literaturtage, die sich etwas im Schein des Rampenlichtes sonnen konnten, hat es mich sehr gefreut.

Ich besuchte die Literaturtage am Montag. Zu Gast war María C. Barbetta mit ihrem Roman „Nachtleuchten“. Im letzten Jahr stand sie mit eben diesem Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Die Autorin stammt aus Argentinien und lebt nun seit einigen Jahrzehnten schon hier in Deutschland.

Ihr Roman spielt in Buenos Aires im Stadtteil Ballester am Vorabend der Militärdiktatur in den 1970iger Jahren. Mitreißend erzählt die Autorin über ihre Heimat, über ihr Leben in Deutschland und vor allem über ihre Romanfiguren. Ihre Freude an der Wandelbarkeit der deutschen Sprache ist einnehmend. So wird aus dem typisch deutschen Verbotsschilderwald „Einfahrt freihalten“ „Freiheit aushalten“.

Die musikalische Gestaltung vor und während der Lesung übernahm Harald Kießlich mit seinem Akkordeon. Passend abgestimmt auf argentinische Rythmen.

Die Erzählfreude sprudelt nur so aus María C. Barbetta heraus. Und am Ende des Abends bin ich voller Vorfreude auf ihren Roman. So gerne möchte ich ein Lesekomplize von dieser wunderbaren und vor Lebensfreude sprühenden Autorin werden.

Links zu den Literaturtagen:

https://stadtbibliothek-bielefeld.de/open/Aktuelles/Veranstaltungsreihen

https://stadtbibliothek-bielefeld.de/OPEN/Portals/0/PDF/Programm_Literaturtage/2019_Literaturtage_Bielefeld_Programm.pdf

https://www.literaturlandwestfalen.de/veranstaltungsort/literaturtage-bielefeld/

Buchregal aufräumen

Bücherregal aufräumen
Aufräumen und neu sortieren

Das Bücherregal ist voller als voll. Die Bücher stehen in 3er Reihen und darüber liegen ebenfalls welche. Hinzu kommen dann noch die neu erworbenen Bücher, auf die ich schlecht verzichten kann, allerdings gibt es keinen Platz mehr.

So stehe ich vor meinem Buchregal und sehe keine andere Möglichkeit, als alles einmal auszuräumen und durchgucken. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das nur sehr selten mache. Außerdem bin ich sehr schlecht darin, mich von Büchern zu trennen.

Aus der hintersten Ecke kommen Taschenbücher zum Vorschein, bei denen ich mir sehr sicher bin, diese kein zweites Mal lesen zu wollen. Ich lege die Romane auf einen extra Stapel, der wieder erwarten stetig in die Höhe wächst. Währenddessen überlege ich, wo in meiner nächsten Umgebung Bücherschränke stehen. Denn genau auf solche möchte ich die Bücher auf dem Stapel verteilen. Auch die älteren Taschenbücher sind noch gut erhalten und ich hoffe einfach, jemanden damit ein sommerlichen Lesevergnügen zu ermöglichen.

Nun die entscheidende Frage, als das Regal leer und die Bücher auf dem Boden liegen; wie sortiere ich die nun neu ein???? Sachbücher zusammen, Hardcover, Taschenbücher, Lieblingsautoren, Romane, die mich begeistert haben, neue Bücher, alte Bücher….

Nach und nach nimmt die neue Strukturierung Formen an und das Regal füllt sich wieder. Ab und an tausche ich ein Buch nochmal von rechts nach links, von oben nach unten, aber dann sind alle an ihrem Platz und ich stehe zufrieden lächelnd davor. Ja, so sieht es wieder gut aus.

Wie handhabt ihr das? Stellt ihr gelesene Bücher in Bücherschränke? Hortet ihr Bücher in Kisten, im Keller oder sonst wo?

Schullektüre II

Schullektüre Cover
Schullektüren Cover

In der 8. Klasse las ich „Das Haus der Treppen“ von William Sleator. Damals mochte ich den Roman nicht. Die Geschichte war mir zu widerlich und grausam. Heute sehe ich das etwas anders. Der Roman erzählt von fünf Jugendlichen, die an einem seltsamen Ort gefangen sind, welcher ausschließlich aus Treppen besteht, die ins Nichts führen. Bestimmtes Verhalten führt zu Belohnung. Wenn einer der Gruppe ausgegrenzt oder misshandelt wird, bekommen die anderen eine Belohnung. Die Jugendlichen durchschauen dieses Muster sehr schnell und sind bereit für ihr eigenes Überleben darauf einzugehen. Nur zwei der Jugendlichen beschließen nicht weiter Teil des unmenschlichen Spiels zu sein und durchbrechen den Teufelskreis.

Ein weiteres Mal war auch ein Roman von Dürrenmatt dabei. „Das Versprechen“ ist ebenfalls ein hinreichend bekannter Roman, welcher mehrmals unter dem Titel „Es geschah am helllichten Tag“ verfilmt wurde. Missbrauch von Kindern bis heute ein hochaktuelles wie schreckliches Thema.

Schillers Liebesdrama um Luise und Ferdinand ist eine der beliebtesten Schullektüren. Ich gebe zu, dass mir das Stück gefällt, es allerdings im Unterricht zu behandeln sehr mühsam war.

Und dann noch ein weltbekannter Roman. J.D. Sailingers „Der Fänger im Roggen“. Das einzige vom Autor veröffentliche Werk. Bisher wurde der Roman weder verfilmt noch als Theaterstück adaptiert. Der Autor verhinderte sämtliche Bemühung dazu dem 16jährigen Holden ein Gesicht oder eine Stimme zu geben. Wer Holden Caulfields dreitägiges Abenteuer erleben will, muss bis heute zum Buch greifen.

Das waren meine Schullektüren, die ihren Platz in meinem Bücherregal haben. Nicht jede hat mich als Schüler begeistern können, doch zu einem späteren Zeitpunkt, konnte ich sehr wohl etwas mit den Romanen anfangen.

Der Beitrag ist ein großes Dankeschön an meine Deutschlehrer!

Teil I:https://lesepartie.de/schullektuere-teil-i/

Links zu den vorgesstellten Büchern

Das Haus der Treppen: https://www.dtv.de/buch/william-sleator-das-haus-der-treppen-7859/

Der Fänger im Roggen: https://www.kiwi-verlag.de/buch/der-faenger-im-roggen/978-3-462-03218-5/

Das Versprechen:https://www.dtv.de/buch/friedrich-duerrenmatt-das-versprechen-1390/

Kabale und Liebe: https://www.kabale-und-liebe.de/kabale-und-liebe/