Unterwegs auf der FBM 2018

Es ist der 14. Oktober 2018 gegen Mittag, als ich aus dem Shuttlebus vor der Frankfurter Messehalle 3 aussteige. Es ist sommerlich warm. Die Temperaturen liegen bei 25 Grad und der Himmel ist wolkenlos blau.

Nach einer kurzen Taschenkontrolle, trete ich in die menschenvolle Halle. Ich beginne meine Runde auf der Frankfurter Buchmesse 2018. Auf dem Weg treffe ich alte Bekannte wie Räuber Hotzenplotz, die kleine Hexe (ich denke, dass sie es war) und Harry Potter. Besonders stechen die bunt gekleideten Gruppen ins Auge, die Teile eines Fantasie Romans darstellen sollen. Es ist wirklich faszinierend wie viel Mühe sich einige Besucher mit ihren Outfits gegeben haben. Ich kenne mich im Fantasie Sektor nicht aus, so dass ich die Kleidervariationen nur bewundert habe ohne sie zuordnen zu können.

Der Sonntag ist der Tag auf der Messe, an dem Bücher verkauft werden. Bei diesem riesengroßen Angebot an Büchern ist das für jemanden wie mich eine harte Prüfung. Glücklicherweise kann man an den wenigsten Ständen per Karte bezahlen. Schlussendlich haben drei Büchern mit mir die Messe verlassen.

„Die Erinnerung des Felsens“ von Mauricio Lyrio aus dem Arara Verlag. Dieser Roman spielt in Brasilien und handelt von einem Philosophieprofessor, der einen Straßenjungen bei sich aufnimmt. Bei dem aufgeschlossenen und freundlichen Gespräch am Stand, haben mich die zwei Verlagsführerinnen mit ihrer Begeisterung für das Buch angesteckt. Ich freue mich schon sehr auf die Lektüre.

„Ein Monat auf dem Land“ von J. L. Carr aus dem Programm des DUMONT Verlages. In diesem Roman ist es ein Weltkriegsveteran, der seinen Frieden in einem Dorf in Yorkshire sucht.

„Deutsches Haus“ von Annette Hess verlegt vom Ullstein Verlag. Die Autorin ist keine Unbekannte. Sie entwickelte einige erfolgreiche Fernsehreihen, beispielsweise „Weissensee“ und „Ku’damm 56/59“. Dieser Roman ist in dem Jahr 1963 angesiedelt und erzählt von einer jungen Dolmetscherin, welche im ersten Ausschwitzprozess als Übersetzerin tätig ist. Ihre Familie ist davon wenig begeistert, doch die junge Frau nimmt an dem Prozess teil, denn bisher ist ihr dieses Ausschwitz völlig unbekannt.

Die Auswahl habe ich spontan getroffen. Es hätten noch so viele Bücher mehr werden können. Doch zum einen ist so ein Messetag recht lang und zum anderen kann ich gar nicht so viel lesen, wie ich kaufen möchte. Das ist bei der Fülle an Büchern eine erschreckende Erkenntnis; ich werde es wahrscheinlich niemals schaffen alle Bücher – und sei es nur die, die wirklich mein Interesse wecken – zu lesen.

Neben Buchverlagen präsentierten sich auch diverse Fernsehsender in den Messehallen. Am arte Stand folgte ich einem interessanten Gespräch bzgl. einer Sendereihe über den 30jährigen Krieg. Darauf folgte eine Gesprächsrunde über den Bauhausstil. Die großen historischen Buchthemen in diesem Jahr sind die 68iger Generation ebenso wie der 30jährige Krieg und das Ende des 1. Weltkrieges. Etliche Autoren signierten fleißig Bücher und beantworteten Fragen. Im Programmverlauf war für jeden etwas dabei.

Meine Pause habe ich dieses Jahr draußen verbracht. Bei dem herrlichen Wetter habe ich entspannt mein Eis genossen und dem bunten Treiben auf dem Außenplatz zugesehen.

Um 17:30 Uhr schlossen sich die Tore der Messe. Es ist eine kleine Branche, die vieles zu bieten hat. Mit viel Freude habe ich auf den einzelnen Ständen gestöbert und einige interessante Gespräche geführt. Ziemlich geschafft bin ich dann wieder in den Shuttlebus gestiegen, um nach Hause zu fahren.

Nun bin ich voller Vorfreude auf die Leipziger Buchmesse, vom 21.-24. März 2019. Die Frankfurter Buchmesse findet vom 16.-20. Oktober 2019 statt.

Fotos von der Buchmesse findet ihr auf meinem Instagram Profil und auf der Facebookseite.

http://www.instagram.com/lesepartie_lit.blog

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