Nacht im Central Park

Musso
Nacht im Central Park

Guillaume Musso

Spannende Geschichte, deren Ende aber enttäuscht

Als Alice früh morgens auf einer Parkbank erwacht, ist sie mit Handschellen an einen fremden Mann gekettet, hat Blut auf ihrer Bluse und eine unbekannte Waffe in der Tasche. Sie erinnert sich an den vorherigen alkoholreichen Abend mit ihren Freundinnen auf dem Champs Elysee und wie sie in die Tiefgarage zu ihrem Auto ging – danach Blackout. Der Mann neben ihr stellt sich als Gabriel, Jazzmusiker, vor. Den Abend zuvor hatte er einen Auftritt in Dublin. Als beide die Parkbank hinter sich lassen, entdecken sie, dass sie sich im Central Park in New York befinden. Wie sind sie in nur einer Nacht dorthin gekommen, wer hat sie aneinander gekettet, wieso ist Blut auf Alice Bluse? Auf all diese Fragen haben sie keine Antworten, sind aber entschlossen der Sache auf den Grund zu gehen.

Der Roman beginnt spannend. Als Leser fragt man sich, wie sich die Geschichte entwickeln wird und welche Geheimnisse gelüftet werden. In Rückblenden erfährt man viel über Alice‘ Schicksal, dennoch ist mir die Figur mit keiner Seite sympathisch geworden. Auch die Figur des Gabriels blieb mir fremd. Oftmals habe ich den überaus hektischen Handlungsbedarf der Figuren nicht nachvollziehen können, ebenso ist mir Gabriels Wandel in der Erzählung unverständlich.

Es ist ein sehr spannend erzähltes Buch, wunderbar geschrieben, so dass man es kaum aus der Hand legen will. Umso enttäuschender sind dann die letzten Seiten. Das Ende wirkt einfach nur konstruiert, die Spannung geht von einer auf die andere Seite völlig verloren. Es wirkt wie ein zwanghaft erschaffendes „Happy End“ und ich habe mich gefragt, wo die tolle Geschichte so plötzlich hin ist und was das Ende soll.

Ich lese die Bücher von Musso sehr gerne, aber dieses hat mich am Ende sehr enttäuscht zurückgelassen.

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